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D.1: Intelligentes Führen von vernetzten Spitälern

Kontext und Ziele

Kontakt: Prof. Dr. Alfred Angerer

Mit der stetig zunehmenden medizinischen Spezialisierung der Spitäler nehmen auch die Komplexität und Fragmentierung der einzelnen Disziplinen zu. Dieser Umstand fördert zugleich das Denken und Handeln in einem vorgegebenen Rahmen und in gebundenen Abläufen ("Silos"). Als Folge resultieren eine fehlende Interdisziplinarität unter den jeweils involvierten Arbeitsgruppen sowie unterschiedliche Interessen bei der Verfolgung der einheitlichen Zielvorgaben. Mit zunehmender Spezialisierung wird es umso schwieriger, die einzelnen Disziplinen zu vernetzen und wieder zusammenzuführen. Die Hoffnung, diesen Prozess der Fragmentierung aufzuhalten, beruht daher auf der Digitalisierung.

Durch die Entwicklung einer innovativen didaktischen Digital Health Lösung, sollen mithilfe eines digitalen Spitalmanagement-Simulationsspieles einerseits die komplexen Zusammenhänge eines Spitals aufgezeigt und quantifiziert werden können. Andererseits sollen Mitglieder der Geschäftsführung, des Kaders sowie (nicht) medizinische Mitarbeitende mit Führungsfunktionen des Managens von vernetzten Organisationen gelehrt werden, um ihre Entscheidungsfindung zu trainieren. Mit dem Anspruch, die Effektivität und zugleich die Effizienz im Gesundheitswesen zu steigern sowie das Bewusstsein für die Notwendigkeit der digitalen Transformation zu erhöhen, liefert das PC-basierte Serious Game einen Beitrag zur Ressourcenschonung und Qualitätssteigerung im Gesundheitswesen.

Geplante Ergebnisse

Das Ergebnis soll ein Simulationstool sein, welches einen klaren Nutzen stiftet und insbesondere Fragen bzgl. Wirkungszusammenhängen in Spitälern, Wirkung einzelner Massnahmen für die Leistung der Spitäler, Nutzen der Digitalisierung für das Management beantwortet. Dabei sollen ProbandInnen während der Simulation in die Rolle einer Spitalmanagerin bzw. eines Spitalmanagers schlüpfen und unter Anwendung verschiedener Management-Instrumente ein Verständnis für das vernetzte Denken entwickeln. Der endgültige Erfolg der Simulation lässt sich durch das Erheben von Kennzahlen quantifizieren.

Beitrag zur Gesamt-Innovation

Die Hauptinnovation ist die Entwicklung einer in seiner Art noch nicht existierenden Simulation, welcher ein ganzheitlicher Modellierungsansatz zu Grunde liegt. Dadurch wird es möglich sein, mehrere Perspektiven einzunehmen und aus deren Sicht die Herausforderungen im Kontext der jeweiligen Disziplin näher zu beleuchten. Der Mehrwert des Projekts liegt insbesondere in der ganzheitlichen und strategischen Herangehensweise an die digitale Transformation. Dabei liegt der Schwerpunkt in der Anwendung verschiedener Management-Instrumente und Leistungsindikatoren, letztendlich mit dem Ziel, die Interessensgruppen in der Entwicklung ihrer Beratungs- und Weiterbildungsangeboten zu unterstützen.

PartnerInnen

Auf einer gefestigten Partnerschaft fusst der Erfolg, daher ist in das Projekt auch eine grosse Anzahl an PartnerInnen miteinbezogen, mit deren Beteiligung der ganzheitliche Erfolg garantiert ist:

Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie (WIG)

Das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie (WIG) der ZHAW ist ein Kompetenzzentrum für ökonomische und betriebswirtschaftliche Fragestellungen im Gesundheitswesen. Mit langjähriger Erfahrung im Bereich Digital Health weiss es um die Ausgestaltung von effizienten Prozessen im Gesundheitswesen. Dabei hat das Institut seine Schwerpunkte u.a. insbesondere in den Bereichen Spitalmanagement, VBHC und Changemanagement.

Institut für Computational Life Sciences (ICLS)

Das Institut für Computational Life Sciences (ICLS) der ZHAW ist spezialisiert auf die Entwicklung parametrierter Modelle diskreter Prozesse auf Basis verschiedener kommerzieller und freier Simulationsumgebungen und deren Einsatz in Tools für Optimierung und Entscheidungsunterstützung.

KPMG AG

Die Firma KPMG ist ein führendes Beratungsunternehmen in den Bereichen digitale Transformation, Revision, Strategieentwicklung, Supply Chain, Legal, Prozess- sowie Strukturberatung und verfolgt im Helthcare-Bereich die Zielsetzung, Mehrwert bei AkteurInnen im Gesundheitswesen zu schaffen. Dabei liegt das Schwergewicht auf den stationären Leistungserbringern und dem Bund sowie den Kantonen (Gesundheitsämter, BAG).

Kontakt

Prof. Dr. Alfred Angerer

Winterthurer Institut für Gesundheitsöknomie 
ZHAW School of Management and Law
8401 Winterthur

+41 (0)58 934 66 72

alfred.angerer(at)zhaw.ch

www.zhaw.ch/de/sml/institute-zentren/wig/